Gemeinde Winterbach

Seitenbereiche

Volltextsuche

Navigation

Öffnungszeiten Bürgerbüro

Montag: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Dienstag: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Mittwoch: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr und 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Donnerstag: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Freitag: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr

Öffnungszeiten Rathaus

Montag: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Dienstag: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Mittwoch: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr und 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Donnerstag: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Freitag: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr

Die Gemeinde informiert

Rückblick Winterbacher Bürgerversammlung 2018

Am 20. April 2017 fand in der voll besetzten Lehenbachhalle die im zweijährigen Rhythmus stattfindende Bürgerversammlung statt.
  
Bürgermeister Müller legte den Rechenschaftsbericht der Gemeindeverwaltung für die vergangenen zwei Jahre vor. Der Schwerpunkt des Rechenschaftsberichtes wurde auf die Vielzahl von Investitions- und Infrastrukturvorhaben der vergangenen zwei Jahre gelegt. Als größere Vorhaben nannte er die Sanierung des Rektoratsgebäudes, die Erneuerung des Kunstrasenplatzes, die Unterkunft für geflüchtete Menschen in der Remsstraße, den Bau der Windräder am Goldboden sowie die Erschließung des Gewerbegebietes Breitwiesen-Herrenäcker. Bürgermeister Müller ging auch auf die derzeitige Finanzlage der Gemeinde in den letzten beiden Jahren ein und verdeutlichte, dass es aktuell um die Finanzen nicht so schlecht stehe und die liquiden Mittel es der Gemeinde ermöglichen würden, die bis zum Jahre 2021 geplanten Investitionen weiter ohne Kreditaufnahme realisieren zu können. Jedoch müsse man im Hinblick auf die Zukunft stets sparsam und wirtschaftlich haushalten, so Müller. Des Weiteren gab Bürgermeister Müller einen Rückblick über die umfangreiche Integrationsarbeit in Winterbach und dankte hierbei allen haupt- und ehrenamtlichen Beteiligten. Im Anschluss daran gab Bürgermeister Müller einen Einblick zum Projekt Remstal Gartenschau 2019. Er skizzierte hierbei den im Jahr 2017 gestarteten Prozess der Bürgerbeteiligung hin zur Entstehung der einzelnen Mitmachgruppen. Nach dem Rechenschaftsbericht präsentierten sich die Mitmachgruppen „Mitmachgarten“, „Weißer Pfad“ und „Blühstreifen persönlich dem Publikum und nutzten die Gelegenheit um für neue engagierte Mitstreiter zu werben. Ausblickend auf die Zukunft verriet Bürgermeister Müller noch die Neuigkeit, dass in der Schorndorfer Straße neben dem der Öffentlichkeit bereits bekannten Neubau des Nettomarktes ein neuer Rossmann-Drogeriemarkt entstehen wird. Weitere Themen für die Zukunft seien der soziale Wohnungsbau, die Entwicklung eines ganzheitlichen Verkehrskonzeptes, sowie das Thema schnelles Internet.
 
Wichtiger Teil der Bürgerversammlung war die Ehrung verdienter Winterbacher Bürgerinnen und Bürger.

Bürgermeister Sven Müller (Foto hinten links) verteilte einige Bürgermedaillen und eine Landesehrennadel. Letztere erhielt Ulrich Wallkamm (vorne, 2. v. links), „Urgestein und wandelndes Archiv“ als Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe. Die Bürgermedaille erhielten Marianne Frese (vorne links), seit Jahrzehnten im Ort aktiv, unter anderem in der Nachbarschaftshilfe, Renate Schrade (vorne rechts) internationales Sprachcafé, „großer und wichtiger Beitrag zur Integration“) sowie Peter Hamann (rechts daneben), Agendagruppe „Natur und Umwelt“ – und mehr. Ernst-Heinrich Göckeler (hinten Mitte), „geballte Kraft“ für Winterbach wurde nicht nur für sein Engagement für den Vfl ausgezeichnet. Joachim Bürk (hinten rechts) erhielt die Medaille für sein politisches Engagement als CDU-Mann für Winterbach

Die Gemeindeverwaltung gratuliert nochmals allen Geehrten und dankt ihnen ausdrücklich für ihren großen, vorbildlichen Einsatz im Ehrenamt.
 
Beim anschließenden Stehempfang wurde noch ausgiebig und intensiv diskutiert.
 
Ein herzliches Dankeschön auch an den Musikverein Trachtenkapelle für die musikalische Umrahmung der Bürgerversammlung und an die fleißigen Helferinnen und Helfer der Abteilung Turnen des VfL Winterbach, welche die Besucherinnen und Besucher mit einem Imbiss und Getränken bestens versorgt haben.

Rede des Bürgermeister Müller
 
Vielen herzlichen Dank dem Musikverein Trachtenkapelle für den großartigen musikalischen Auftakt. Es freut uns alle sehr, dass Sie auch in diesem Jahr die Bürgerversammlung wieder musikalisch umrahmen und uns mit musikalischen Leckerbissen erfreuen. Applaus
 
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Vorgänger im Amt Erich Hinderer,
sowie Hans Heinz und Albrecht Ulrich mit Gattinnen,
liebe Gemeinderätinnen und Gemeinderäte,
verehrte Vertreter der Kirchen, der Schule sowie der Vereine und Organisationen,
liebe Einwohnerinnen und Einwohner,
verehrte Gäste,
 
ich darf Sie, auch im Namen des Gemeinderats und der Gemeindeverwaltung, sehr herzlich hier in der Lehenbachhalle zur Winterbacher Bürgerversammlung willkommen heißen.
Wir freuen uns alle sehr, dass Sie heute Abend der Einladung so zahlreich gefolgt sind und wie ich sehen kann haben auch (fast) alle von Ihnen einen Sitzplatz gefunden.
 
Das Landratsamt hat uns nämlich nach einer brandschutztechnischen Begehung am 15. November letzten Jahres mangels eines zweiten Flucht- und Rettungsweges die Nutzung der Empore untersagt.
Deshalb kann es heute etwas enger werden.
Der Gemeinderat hat aber schon zugesichert, dass wir in diesem Jahr diesen Mangel durch Anbau einer Fluchttreppe noch beseitigen werden und somit unsere Festhalle wieder vollumfänglich genutzt werden kann und komplett zur Verfügung steht.
 
Dass Sie alle Zusammen an diesem wunderschönen Sommertag in die Lehenbachhalle gekommen sind zeigt uns, dass es Ihnen nicht gleichgültig ist, was im Gemeinderat und im Rathaus entschieden wurde bzw. wird und Sie haben großes Interesse zu erfahren, wohin die „Reise des Gemeindeschiffes“ zukünftig geht.
 
Wir hoffen Ihren Anforderungen und Erwartungen heute Abend gerecht werden zu können und Sie in gewohnter Art und Weise informativ und unterhaltsam durch den Abend führen zu können.
Wir hoffen nicht, dass Sie am Schluss der Veranstaltung nach Hause gehen und denken, hätte ich mir heute Abend doch mal lieber bei Gegrilltem und einem kühlen Getränk  einen schöneren Abend gemacht.
 
 
Da es meine erste Bürgerversammlung ist, freue ich mich natürlich im Nachgang sehr über Lob oder Kritik von Ihnen.
Die erste Kritik bzw. Anregung habe ich im Vorfeld bereits erhalten.
 
Eine aufstrebende Winterbacher Verwaltungsbeamtin hat mich kürzlich bei einer Hauptversammlung darauf angesprochen, dass sie in der Verwaltungsschule gelernt hat, dass es ja korrekterweise Einwohnerversammlung und nicht Bürgerversammlung heißen würde.
 
Mit dieser Aussage bin ich montags darauf im Rathaus eingelaufen und habe mich in die Tiefen der Gemeindeordnung begeben und habe feststellen müssen, dass sie Recht hatte.
Liebe Frau Pechlinavidou, vielen herzlichen Dank für Ihren Einwurf und ich versichere Ihnen, dass wir in zwei Jahren in Winterbach dann mit den richtigen Begrifflichkeiten unterwegs sein werden.
 
Sie fragen sich jetzt bestimmt, Bürger, Einwohner, das ist doch das Selbe. Mitnichten.
 
Einwohner sind per se alle, die in Winterbach wohnen.
Bürger von Winterbach ist, wer Deutscher im Sinne von Artikel 116 des Grundgesetzes ist oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union besitzt, das 16. Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens drei Monaten in Winterbach wohnt.
 
Der eine oder andere von Ihnen denkt jetzt bestimmt, da ist dem Rathaus jetzt aber ein Fehler unterlaufen, wurde überhaupt rechtmäßig heute Abend eingeladen und findet überhaupt eine rechtmäßige Einwohnerversammlung nach den Statuten der Gemeindeordnung statt?!
Damit ich jetzt sprichwörtlich nicht mit heruntergelassener Hose vor Ihnen stehe, wir einen rechtlichen Fehler begangen haben, ich meine Begrüßung somit beenden muss und wir gleich zum Stehempfang überleiten dürfen, muss die heutige Versammlung rechtlich noch irgendwie auf saubere Füße gestellt werden.
 
Der eine oder andere von Ihnen hat es bestimmt schon bemerkt.
Solange wir bei der offiziellen Einladung im Mitteilungsblatt die Einwohnerschaft eingeladen haben und nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, ist laut Rechtsprechung alles in Ordnung.
Und zum Glück, das haben wir noch rechtzeitig ändern können.
 
Meine Damen und Herren, so spannend, vielfältig und lehrreich kann die Arbeit auf dem Rathaus sein und ich freue mich daher sehr, jeden Tag ins Rathaus kommen zu dürfen und vor neue Herausforderungen gestellt zu werden.
Ich hoffe Sie nehmen es mir ab und es kommt bei Ihnen auch an, dass es mir unheimlich viel Spaß bereitet, seit 20 Monaten Kapitän des Gemeindeschiffs zu sein und mit Ihnen allen zusammen Winterbach sicher durch alle Wetterlagen zu navigieren.
Die Entwicklung unserer Gemeinde in den vergangenen zwei Jahren, welche sich auf verschiedenste Lebensbereiche erstreckt, die jede Einwohnerin und jeden Einwohner berührt, möchte ich Ihnen nun im Folgenden gerne darlegen und werde mich bei der Fülle an Themen und Aufgaben nur auf die wichtigsten Bereiche begrenzen.
Ausführlichere Informationen erhalten Sie im Heft der Kommunalen Leistungen der Jahre 2016 und 2017, welches Ihnen am Donnerstag letzte Woche mit dem Mitteilungsblatt zuging.
Nach dem Rückblick wollen wir Ihnen natürlich auch einen Ausblick zur Remstal Gartenschau 2019 und weiteren Zukunftsthemen der Gemeinde Winterbach geben.
Bevor wir dann zum gemütlichsten Teil des heutigen Abends, nämlich zum Stehempfang überleiten, wird der Musikverein Trachtenkappelle weitere Musikstücke zum Besten geben, Sie die Möglichkeit zur Aussprache mit uns haben und zu guter Letzt werden verdiente Bürgerinnen und Bürger geehrt und ausgezeichnet.
Ich hoffe, Sie haben sich heute Abend nichts mehr Weiteres vorgenommen.
 
Zu Beginn meines Rückblicks möchte ich kurz auf einige Zahlen und Daten eingehen.
Gab es Ende des Jahres 2016 insgesamt noch 7.722 Einwohner in Winterbach, so waren es Ende 2017 rund 100 weniger, nämlich 7.620 Einwohner.
Mein erster Gedanke war, als ich die Zahlen gelesen habe, toll, jetzt bist Du gerade ein Jahr Bürgermeister von Winterbach und die Leute im Ort laufen dir in Scharen davon.
Zum Glück gibt es zu meiner Ehrenrettung eine einfache Erklärung hierzu.
 
Der starke Rückgang hängt fast ausschließlich daran, dass Ende des Jahres 2017 rund 80 Flüchtlinge aus der Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Best Western Hotel nach Backnang in eine Anschlussunterbringung umgezogen sind.
 
Ganz allgemein kann ich Ihnen noch berichten, dass 2016 und 2017 zusammen insgesamt 127 Geburten zu verzeichnen waren. Gestorben sind in den beiden Jahren insgesamt 145 Personen.
Dies bedeutet, dass Winterbach derzeit nicht wächst, sondern die Einwohnerzahl konstant bleibt bzw. leicht rückläufig ist.
Dies liegt hauptsächlich daran, dass Winterbach momentan nur sehr begrenzt neuen Wohnraum, insbesondere für Familien schaffen kann.
Auf dieses wichtige Thema werde ich später noch genauer zu sprechen kommen.
 
Als Nächstes möchte ich Ihnen nun mitteilen, wie es um die Finanzen unserer Gemeinde bestellt ist.
 
Fast zehn Jahre nach der Finanz- und Wirtschaftskrise befand sich die deutsche Wirtschaft auch 2016 und 2017 weiter in einem stetigen Aufwärtstrend.
Dennoch war vor allem bei den Kommunen nicht nur eitel Sonnenschein angesagt.
Der Umfang der kommunalen Aufgaben nimmt von Jahr zu Jahr zu – auch der Bund trägt hier mit seinen Beschlüssen entscheidend dazu bei.
Viele freiwillige Aufgaben sind mittlerweile faktische Pflichtaufgaben geworden und drücken somit aufs Ergebnis.
Unserer Meinung nach werden wir als Kommune vom Bund und vom Land nicht mit den nötigen Finanzmitteln ausgestattet, die wir benötigen um unsere Pflichtaufgaben erledigen zu können. 
Konkret, die Besteller Bund und Land bezahlen nicht in vollem Umfang die Kosten, die wir zum Beispiel im Bereich der Kindertageseinrichtungen, der Integrationsarbeit oder der Digitalisierung aufzubringen haben, obwohl die Vorgaben und Handlungsnotwendigkeiten uns von ihnen durch Gesetze und Vorschriften auferlegt werden.
Prominentestes und für die Gemeinde Winterbach gravierendstes Defizit finden wir bei den Kindertageseinrichtungen.


 
Durch den Rechtsanspruch für einen Kita-Platz ab dem 1. Lebensjahr sowie des Ausbaus hin zu flexibleren Betreuungsmöglichkeiten wie VÖ oder auch Ganztags und den Veränderungen beim Mindestpersonalschlüssel, stieg der tatsächliche Ressourcenbedarf in unseren Kindertageseinrichtungen, also unser Abmangel, in den letzten zehn Jahren von rund 1.050.000 Euro auf fast 2.600.000 Euro pro Jahr an.
 
Würden wir diese Kosten vollumfänglich vom Bund und vom Land erstattet bekommen, würden genügend Finanzmittel zur Verfügung stehen, damit unser Sanierungs- und Instandhaltungsstau endlich in vollem Umfang angegangen und abgebaut werden kann und wir uns neuen Herausforderungen wie der Digitalisierung verstärkt annehmen können.
 
Ein Blick in unseren Sparstrumpf und auf unseren Schuldenstand zeigt uns, dass es trotz alledem finanziell nicht so schlecht um unsere Gemeinde bestellt ist.
Im Vergleich zum Durchschnitt des Landes Baden-Württemberg weist Winterbach eine sehr niedrige Pro-Kopf-Verschuldung auf.
Der Landesdurchschnitt liegt bei 452 Euro pro Einwohner – bei uns in Winterbach sind es dagegen 75 Euro.
Der Gesamtbetrag der Verschuldung beträgt in der Summe  585.000 Euro.
Unser Sparstrumpf war zum Ende des Jahres 2017 mit insgesamt rund 8,2 Millionen Euro gefüllt.
Diese liquiden Mittel ermöglichen es uns, die bis zum Jahre 2021 geplanten Investitionen weiter ohne Kreditaufnahme realisieren zu können.
 
Vor zwei Jahren sahen die Prognosen im Haushaltsplan deutlich schlechter aus.
Der Schuldenstand zum Jahresende 2016 wurde im Haushaltsplan auf rund 1,7 Millionen Euro prognostiziert und die liquiden Mittel wären zum Jahresende 2016 bei 3,9 Mio. Euro gewesen.
 
Ausschlaggebend für diese Kehrtwende waren weitsichtige und wegweisende Entscheidungen des Gemeinderats, bei den anstehenden großen finanziellen Belastungen der Gemeinde Winterbach wie z.B. beim Pflegeheimneu- und umbau, beim Sozialen Wohnungsbau oder bei der Remsrenaturierung, Partner wie die AWO, die Kreisbaugesellschaft oder das Land Baden-Württemberg mit ins Boot zu nehmen, die diese Projekte entweder im Erbbaurecht oder in Eigenregie übernommen haben und somit unseren Haushalt bedeutend entlastet haben.
So konnte das Damoklesschwert über zusätzliche Kreditaufnahmen doch noch abgewehrt werden.
Jedoch können wir uns in Zukunft nicht immer auf derartige Sondererlöse bzw. Übernahme von Projekten durch Partner verlassen.
 
Wichtigste finanztechnische Aufgabe der kommenden Jahre wird es daher sein, weiterhin schwäbisch solide Finanzwirtschaft für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie für unsere nachfolgenden Generationen zu betreiben.
Denn eines hat uns die Geschichte der letzten Jahrzehnte immer wieder gelehrt.
Nach einer Hochkonjunktur kommt auch irgendwann eine Rezession.
Dafür müssen wir gewappnet sein und wir dürfen trotz den derzeit stetig steigenden Steuermehreinnahmen die Augen hiervor nicht verschließen.
 
Spätestens dann fällt uns der vorher aufgezeigte Abmangel in Höhe 2,6 Millionen Euro bei den Kindertageseinrichtungen derart auf die Füße, dass wir weder einen ausgeglichenen Haushalt erreichen können, noch die Abschreibungen erwirtschaften können.
 
Meine Damen und Herren, an dieser Stelle wollte ich eigentlich einen passenden Spruch zum Besten geben. Da ich mich aber nicht entscheiden konnte, teile ich Ihnen nun drei Weisheiten mit, die unterschiedlicher nicht sein können.
 
Wir fangen mit einem eher lebensnahen Spruch von Manfred Rommel an:
„Wenn man Geld nicht ausgibt, was man nicht hat, nennt man das Realismus.“
 
Eher humorig geht’s bei folgendem Spruch von Heinz Erhardt zu:
“Wenn schon Nietzsche sagt, das zum Leben drei Dinge gehören, nämlich Geld, Geld und Geld, so möchte ich diesen klugen Satz dahin erweitern, dass zum Leben vier Dinge gehören, nämlich Geld, Geld, Geld und Geld.“
 
Und wenn wir den nächsten, eher salopperen Spruch nicht beherzigen könnten, gäbe es später keinen so tollen Stehempfang. Und diese Weisheit lautet:
„Ohne Knete keine Fete“
 
Wir verlassen nun das Feld der Finanzen und widmen uns dem Themenkomplex Bildung und Erziehung.
 
Der Anstieg des Anteils von Senioren in unserer Gemeinde bei gleichbleibender bzw. leicht sinkender Einwohnerzahl macht deutlich, dass im Umkehrschluss der Anteil an jungen Menschen eher abnimmt.
Die Geburtenzahlen sind nun seit einigen Jahren in Winterbach gleichbleibend niedrig, welches zur Folge hat, dass nach der derzeitigen Kindergartenbedarfsplanung zum Ende des Kindergartenjahres 2018/2019 wir hier in Winterbach insgesamt 45 freie Plätze für Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt in unseren Kindertageseinrichtungen haben werden.
Daher müssen bei diesem Thema aus gesamtwirtschaftlicher Sicht dringlich die Weichen für die Zukunft gestellt werden.
Eine erste Maßnahme daraus, nämlich die Schließung des Kelterkindergartens zum 31.8.2018 wird am Dienstag im Gemeinderat Gegenstand der Sitzung sein.
 
Winterbach wird trotz alledem auch weiterhin eine familienfreundliche Kommune bleiben.
Denn die Zahl der Betreuungsplätze für Krippen- Kindergarten- und Schulkinder sind weiterhin in ausreichender Anzahl vorhanden.
 
Gleichwohl gelingt uns dies in Winterbach – wie bereits zuvor beim Thema Finanzen angesprochen – nur durch den Einsatz erheblicher finanzieller Mittel.
Wir werden daher nicht müde, bei den politischen Verantwortlichen die vorher erwähnte komplette Übernahme der Kosten für die Betreuung unserer Kinder regelmäßig einzufordern.
Denn das Spiel soll ja laut Koalitionsvertrag weitergehen, indem nun auch für die Nachmittagsbetreuung in Grundschulen ein Rechtsanspruch entstehen soll.
 
Von der Sache her eine logische Konsequenz hinsichtlich der zur Verfügungsstellung durchgängiger verlässlicher Betreuungsmöglichkeiten vom ersten Geburtstag an bis zum Ende der Grundschulzeit.
Aber bitte nicht weiter zu Lasten der kommunalen Haushalte.
 
Eine äußerst wichtige Aufgabe des pädagogischen Personals bestand in den Jahren 2016 und 2017 auch darin, die Kinder mit Fluchterfahrung gut in die Kindertageseinrichtungen und Schulen aufzunehmen und zu integrieren.
Mittlerweile finden alle Kinder mit Fluchterfahrung ab 3 Jahren einen Platz in einem Kindergarten und zum Teil konnten auch schon kleinere Kinder aufgenommen werden.
In der Gemeinschaftsschule konnten zwischenzeitlich ebenfalls alle Kinder von den Vorbereitungsklassen in den Regelunterricht wechseln.
Hier gilt mein Dank allen Beteiligten, die sich um diese Kinder gekümmert haben, viel Zeit und Energie aufgebracht haben und dadurch maßgeblich an einer sehr erfolgreichen Integration der Kinder mit Fluchterfahrung in Winterbach gesorgt haben.
Ich denke das ist an dieser Stelle einen besonderen Applaus wert.
 
Generell haben wir an unserer Lehenbachschule stabile Schülerzahlen zu verzeichnen, so besuchten in den letzten beiden Jahren rund 500 Schülerinnen und Schüler die Grundschule und die Gemeinschaftsschule.
Letztere hat sich mittlerweile mit einer konstanten Zweizügigkeit seit 1. September 2015 gut etabliert und die Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr für Klasse 5 sind mit derzeit insgesamt 34 Anmeldungen auch ganz ordentlich.
Bei ersten Vergleichsarbeiten zwischen den Gemeinschaftsschulen hat unsere Schule im Landesvergleich in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch überdurchschnittlich gut abgeschnitten.
Das macht Mut für die Zukunft, honoriert den Einsatz der pädagogischen Fachkräfte und bestätigt den eingeschlagenen Kurs in Winterbach.
Kurzum alles richtig gemacht und aufs richtige Pferd gesetzt.
 
Da man mittlerweile auch auf der Realschule den Hauptschulabschluss erwerben kann und individuelles Lernen im pädagogischen Profil ebenfalls fest verankert wurde, macht es meiner Meinung nach keinen Sinn mehr, beide Schularten parallel laufen zu lassen.
Es würde sich aus Sicht der Schüler, Eltern, Lehrer und auch des Schulträgers vieles vereinfachen, wenn die Landesregierung endlich den Schneid hätte, aufs zweigliedrige Schulsystem zu setzen.
Wir benötigen in der Schulpolitik wieder Verlässlichkeit und einen roten Faden. Dies wäre meiner Ansicht nach mit dem zweigliedrigen Schulsystem gegeben.
 
Mit der Grundschule, der Gemeinschaftsschule und der Kernzeitbetreuung konnte in den letzten Jahren in Winterbach ein äußerst attraktiver und zukunftsfähiger Schulstandort mit hervorragenden Angeboten aufgebaut werden, der nach den in den letzten Jahren durchgeführten Sanierungsarbeiten über  sehr moderne und funktionale Räumlichkeiten verfügt.
Zu einem attraktiven Schulstandort gehört mittlerweile auch eine personell und sachlich gut aufgestellte Schulsozialarbeit.
Diese haben wir im Jahr 2017 um eine halbe Stelle im Grundschulbereich auf insgesamt 1,5 Vollzeitstellen aufgestockt und bieten somit ergänzend zum schulischen Unterricht mit vielen niederschwelligen Angeboten Maßnahmen der Prävention und Intervention an.
Meine Damen und Herren, insgesamt betrachtet kann man für Winterbach daher festhalten, dass wir im Bereich Bildung und Erziehung sehr gut aufgestellt sind und der Titel „familienfreundliche Kommune“ nicht nur eine hohle Phrase für uns darstellt, sondern auch sehr erfolgreich gelebt wird.
Ich verspreche Ihnen, dass alle in der Verantwortung stehenden Personen alles dafür tun werden, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird.
 
Zu einer familienfreundlichen Kommune gehört natürlich auch eine gute Infrastruktur, welche ich Ihnen unter der nächsten Überschrift Planen und Bauen nun näher bringen werde.
 
In den Jahren 2016 und 2017 wurden zahlreiche wichtige Infrastrukturprojekte umgesetzt. Die hierfür aufgewendeten Investitionen belaufen sich auf insgesamt rund 8,1 Millionen Euro.
 
Zu der größten und teuersten Baumaßnahme der letzten zwei Jahre gehörte die Sanierung des Rektoratsgebäudes der Lehenbachschule.
Das in die Jahre gekommene Gebäude musste aufgrund erheblicher baulicher Mängel grundlegend saniert werden, so dass eigentlich ein Neubau entstanden ist.
Nach 13-monatiger Bauzeit konnte mit Beginn des Schuljahres 2017/2018 das rund 5 Millionen Euro teure neue Gebäude Schülern und Lehrern ihrer Bestimmung und Nutzung übergeben werden.
Im November 2017 wurde dann im Rahmen eines Schulfestes eine große Einweihungsparty gefeiert.
Mit der Sanierung ist ein sehr modernes Schulgebäude entstanden, in welchem die Gemeinschaftsschule nun über alle nötigen Fachräume verfügt und ein, der Gemeinschaftsschule entsprechendes, pädagogisches Konzept adäquat umgesetzt werden kann.
Lassen Sie mich an dieser Stelle nochmals allen Beteiligten danken, die dazu beigetragen haben, dass diese so umfangreiche Baumaßnahme ziel- und zeitgerecht umgesetzt werden konnte (Applaus).
 
Des Weiteren in die Jahre gekommen war der Kunstrasenplatz, welcher dringend erneuert werden musste.
Nach knapp viermonatiger Bauzeit wurde der neue Kunstrasenplatz im November 2016 mit einem Freundschaftsspiel zwischen Gemeindeverwaltung, Gemeinderäte und Jung-AH der VfL-Fußballer feierlich eingeweiht.
Die Gesamtkosten für diese Baumaßnahme lagen bei rund 636.000 Euro. Vom Land Baden-Württemberg gab es hierfür einen Zuschuss in Höhe von 98.000 Euro.
Derzeit wird noch die 400 Meter Rundbahn für rund 670.000 Euro saniert, so dass insgesamt betrachtet für zukünftige sportliche Bestleistungen und Höhepunkte perfekte Voraussetzungen geschaffen sind.
Den schwarzen Peter bei Verlust oder Niederlage kann nun nicht mehr aufs Rathaus oder auf den Gemeinderat zugeschoben werden.
 
Ein weiteres wichtiges Bauprojekt war die Errichtung der Unterkunft für Flüchtlinge in der Remsstraße für 790.000 Euro, welches ebenfalls mit einem Landeszuschuss gefördert wurde, so dass die Gemeinde nur 70 Prozent der Gesamtkosten zu tragen hatte.
Das Gebäude ist so konzipiert, dass es nach Ablauf der Mindestbelegungszeit von 10 Jahren auch anderweitig vermietet werden kann.
Für die Bewältigung der Unterbringung an geflüchteten Menschen in einer Anschlussunterbringung ist das Gebäude an der Remsstraße unverzichtbar für die Gemeinde.
 
Die nächste Baumaßnahme polarisierte in Teilen wie kein anderes in der Vergangenheit, kostete die Gemeinde letztendlich aber keinen Cent.
Als Bauherr war die EnBW aktiv und nun wissen Sie alle von was ich spreche, von den drei Windenergieanlagen am Goldboden.
Nachdem der Gemeinderat mit großer Mehrheit am 31. Mai 2016 das kommunale Einvernehmen erteilte, erteilte das Landratsamt nach intensiver Prüfung und Abwägung im Dezember 2016 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung, also die Baugenehmigung.
Die Windenergieanlagen wurden in Sommer/Herbst des letzten Jahres errichtet und produzieren seit Dezember 2017 hundert Prozent grünen Strom aus erneuerbaren Energien.
Auch wenn Sie nicht Kunde der EnBW sind, fließt der grüne Strom trotzdem durch Ihr Stromnetz zu Hause oder in Ihrem Gewerbebetrieb, denn der Strom sucht sich bekanntlich immer den geringsten Weg und Widerstand zur Steckdose.
Winterbach hat seit dem letzten Jahr dadurch ein weiteres Markenzeichen bekommen, welches, was ich so wahrnehme, ganz gut angenommen wird.
Viele haben mir in einem persönlichen Gespräch bereits mitgeteilt, dass sie es schon fast beruhigend finden den Windrädern zuzuschauen und dass sie, wenn sie von der Ferne Richtung Heimat fahren, schon von weitem sagen können wo Winterbach ist.
Sie alle haben sich hoffentlich seither Ihr Navigationsgerät einsparen können.
Am 15. September soll laut EnBW eine eintägige Einweihungsfeier mit allem drum und dran stattfinden, so dass interessierte Einwohnerinnen und Einwohner intensive und umfassende Einblicke bekommen können.
Gemeinderat und Gemeindeverwaltung haben im Februar bereits eine Führung von der EnBW erhalten.
 
Die Eindrücke die jeder von uns vom Transport der Rotorblätter mitgenommen haben, sind mindestens genauso beeindruckend, wie wenn man am Grund eines der Windräder steht und sogar einen Blick ins Innere erhaschen kann.
 
Ebenfalls im Jahr 2017 erfolgte die Erschließung des neuen Gewerbegebietes Breitwiesen-Herrenäcker.
In der Verlängerung der Fabrikstraße wurde ein Gebiet von insgesamt 1,5 ha Fläche erschlossen.
Hierdurch konnten insgesamt vier neue Gewerbebauplätze geschaffen werden, die letztendlich dafür sorgen, dass sich Winterbacher Unternehmen  erweitern können und somit weitere Arbeitsplätze geschaffen werden können.
 
Weitere sehr wichtige Infrastrukturprojekte konnten in den letzten zwei Jahren darüber hinaus in der Kläranlage und im Bereich des Abwassers getätigt werden.
Ein neues Vorklärbecken und die Sanierung des Hochwasserpumpwerks in unserer Kläranlage sowie  die Sanierung unserer Abwasserkanäle schlugen mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro zu Buche.
Wie jedem bekannt ist, sind gerade diese meist unterirdisch durchgeführten Infrastrukturmaßnahmen immens wichtig für das Funktionieren einer Kommune.
Ich halte es für sehr wichtig, dass wir in diesem Bereich stets in den Erhalt dieser Infrastruktur investieren, damit unsere nachfolgenden Generationen keinen übermäßigen Sanierungsstau als Hinterlassenschaft vorfinden.
Die diesjährige Komplettsanierung der Taubenstraße sowie des Amsel- und Drosselwegs weisen genau in diese richtige Richtung.
 
Da es heute Abend den Rahmen sprengen würde, alle Infrastrukturprojekte und damit verbundene Baumaßnahmen aufzuzählen, belasse ich es bei diesen eben erwähnten wichtigsten Maßnahmen.
 
An dieser Stelle passt es meiner Meinung nach sehr gut, Dir lieber Albrecht Ulrich, von meiner Seite aus nochmals sehr herzlich für 16 Jahre als Bürgermeister von Winterbach zu danken.
Fast alle eben erwähnten Infrastrukturprojekte und Baumaßnahmen wurden noch zu Deiner Amtszeit aufgegleist.
Soweit ich mich richtig erinnern kann, hast Du während Deiner Amtszeit insgesamt rund 70 Mio. Euro in Winterbach investiert.
Darunter so bedeutende Projekte wie die Umgehungsstraße im Osten Winterbachs samt Hochwasserrückhaltebecken, die Ortsmitte oder auch viele Baumaßnahmen im Bereich der Kindertageseinrichtungen oder der Schule.
Du hast mir somit in vielerlei Hinsicht ein hervorragendes Fundament überlassen, auf welchem sich sehr gut aufbauen lässt.
Vielen herzlichen Dank dafür und ich denke, meine sehr geehrten Damen und Herren, da ist an dieser Stelle ein besonderer Applaus angebracht.
 
Als nächstes komme ich nun zu unserem Highlight-Projekt des kommenden Jahres, der Remstal Gartenschau.
 
Nur noch 385 Tage bis zum Start dieser einzigartigen Remstal Gartenschau und ich kann Ihnen als derzeitigen Statusbericht aus dem Rathaus mitteilen, dass uns aktuell kein anderes Projekt ämterübergreifend so umfassend und zeitintensiv bindet wie dieses.
Wenn man den Beginn und den Start dieses Projekts und die lange Vorlaufzeit von insgesamt 9 Jahren betrachtet, sind wir bereits auf die Zielgerade eingebogen.
Bis zum Start am 10. Mai 2019 gibt es allerdings noch Etliches zu planen, zu organisieren, zu entscheiden und zu bauen.
Wenn man genau nachdenkt, kann es einem da schon ein bisschen mulmig werden.
Aber wir liegen gut im Rennen und Winterbach wird mit allem was wir im nächsten Jahr aufbieten werden einen großen Anteil daran haben, dass die Remstal Gartenschau für alle Beteiligten und Besucher zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
 
Seit dem Beginn meiner Amtszeit als Bürgermeister im Herbst 2016 war es mir deshalb ein wichtiges Anliegen, dieses Groß-Projekt so schnell wie möglich flankierend mit einer umfassenden und breit angelegten Bürgerbeteiligung anzugehen.
Den Auftakt der Bürgerbeteiligung stellten dabei die Mitmachprojekte dar, welche in Form eines Steckbriefs bis Ende Januar 2017 durch die Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine, Arbeitsgruppen und Organisationen im Rathaus eingereicht werden konnten.
Bei einem großen öffentlichen Informationsabend am 10. März 2017 wurden hier in der Lehenbachhalle, neben den bereits feststehenden Daueranlagen wie dem Gleisdorfer Platz, der weißen Station, dem Informationszentrum für Streuobst mit Lehrpfad und der Remsrenaturierung zahlreiche Mitmachprojektideen vorgestellt.
Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass heute Abend nicht noch einmal die Daueranlagen vorgestellt werden, da wir diese ja bereits im letzten Jahr ausführlich vorgestellt haben.
Nähere Infos hierzu können Sie im Heft der kommunalen Leistungen 2016/2017 nachlesen.
Nachdem die Mitmachprojekte in den Projektgruppen einer Wertung unterzogen und weiter konkretisiert wurden, hat der Gemeinderat aufgrund der eingereichten Projektsteckbriefe schließlich 20 Projekte beschlossen und mit Finanzmitteln in Höhe von insgesamt 150.000 Euro ausgestattet.
 
Auch zum Thema Veranstaltungen kamen hervorragende Rückmeldungen aus der Bürgerschaft, so dass hierfür ebenfalls zahlreiche Arbeitskreise gebildet werden konnten.
Die Veranstaltungssteckbriefe wurden von den Arbeitsgruppen letzten Monat bei uns im Rathaus abgegeben und wir sind gerade dabei, diese Ideen und Vorschläge auf Realisierbarkeit und Finanzierbarkeit hin zu überprüfen.
 
Für die bisher sensationell geleistete ehrenamtliche Arbeit und für das vielfältige und zeitintensive  Engagement aller teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger für die Remstal Gartenschau möchte ich an dieser Stelle, auch im Namen des Gemeinderats und der Gemeindeverwaltung, ganz ausdrücklich ein herzliches DANKESCHÖN aussprechen.
Ich bitte Sie daher um einen besonderen Gartenschau Applaus.
 
Alles in allem sind wunderbare Projekte am Entstehen, manche sind bereits schon fertig gestellt.
Man kann mittlerweile sagen, Winterbach lebt die Gartenschau und ich freue mich auf eine weitere spannende Zeit mit Ihnen und den Projektgruppen.
Drei der Mitmach-Projektgruppen werden sich nachher noch vorstellen, sozusagen Werbung in eigener Sache machen und später im Foyer für Fragen, Anregungen und Gespräche zur Verfügung stehen.
Aufgrund der Vielzahl an ehrenamtlicher Arbeit sind die Projektgruppen nach wie vor auf der Suche nach tatkräftigen Unterstützern und Mitstreitern.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich heute Abend noch ein paar Mitstreiter für diese tollen Mitmachprojekte finden würden.
Bereits heute kann gesagt werden, dass die Beteiligung von Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, bei den angedachten Projekten und Veranstaltungen für die Remstal Gartenschau ein großer Erfolg ist und ein neuer Geist an ehrenamtlicher Zusammenarbeit deutlich spür- und erlebbar ist.
Ich bin sehr froh und stolz, zusammen mit Ihnen Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein, denn wieder einmal zeigt sich, dass in Winterbach gemeinsam vieles erreicht werden kann und es bei uns einen großen Zusammenhalt gibt. Unendlichen Dank hierfür.
 
Die Integration der in Winterbach untergebrachten Flüchtlinge hat uns in den letzten zwei Jahren ebenfalls viel beschäftigt.
Bei diesem nächsten Themenfeld gab und gibt es immer noch sehr viel ehrenamtliche Hilfe und Unterstützung, ohne deren tatkräftige und vorbildliche Mitwirkung die Flüchtlingskrise in Winterbach nicht so hervorragend hätte bewältigt werden können.
Daher auch an Sie, liebe Mitglieder des Arbeitskreises „Ankommen“ und der Agenda ein herzliches Dankeschön für Ihre herausragende Arbeit im Zuge der Integration unserer neuen Einwohnerinnen und Einwohner.
Ich denke ich spreche für uns alle wenn ich sage, dass wir sehr froh sind solch engagierte und hilfsbereite Mitmenschen hier in Winterbach zu haben, die unter anderem durch zahlreiche Sprachkurse, das wöchentliche Begegnungscafé im Bürgerhaus Kelter, Patenschaften und Vielem mehr uns Hauptamtliche im Rathaus so wertvoll unterstützt haben und uns immer noch tagtäglich unterstützen.
Ich bitte Sie an dieser Stelle deshalb um einen besonderen Applaus.
Vielleicht noch ein paar Zahlen die verdeutlichen, was da  seit Dezember 2015 auf Winterbach alles zugekommen ist.
Gestartet sind wir in der Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises im ehemaligen Best-Western Hotel in der Fabrikstraße mit einer Belegung von 146 geflüchteten Menschen.
Im Dezember 2016 war die Gemeinschaftsunterkunft noch mit rund 200 geflüchteten Menschen belegt, Ende 2017 mit 86 Personen und derzeit sind es noch rund 80.
In Gebäuden der Anschlussunterbringung der Gemeinde Winterbach leben derzeit 31 Personen.
Zahlreiche weitere Personen haben über den freien Wohnungsmarkt eine Wohnung in Winterbach gefunden, so dass wir insgesamt betrachtet unsere Aufnahmequote in der Anschlussunterbringung mehr als erreicht haben und sozusagen als Klassenprimus im Kreis unsere Hausaufgaben vorbildlich erledigt haben.
 
Nun gilt es umso mehr, die begonnene Integrationsarbeit erfolgreich fortzusetzen, wo nötig zu intensivieren und hier keinesfalls nachzulassen.
Denn die Integration endet nicht an der Haustüre zur Anschlussunterbringung, sondern intensive Sprachkurse, Ausbildungen, Jobs und vieles mehr steht jetzt verstärkt auf der Agenda.
Insgesamt 7 geflüchtete Menschen haben bereits in Winterbach eine Arbeit gefunden und was ich so zurück gemeldet bekomme, funktioniert es gut bei beiden Seiten.
Ich freue mich sehr, dass die Winterbacher Unternehmen diese Herausforderung als Chance sehen und wo möglich Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.
Herzlichen Dank für Ihren wertvollen gesamtgesellschaftlichen Beitrag, den Sie damit leisten (Applaus).
Auch wenn die Jahre 2016 und 2017 sehr arbeitsintensive Jahre im Bereich der Pflichtaufgaben einer Kommune waren, so haben wir als Rathaus sehr gerne auch die kulturellen Veranstaltungen mitorganisiert, begleitet und unterstützt.
Brunnenfest, Weihnachtsmarkt, verkaufsoffene Sonntage, Winterbach Art und zahlreiche weitere Veranstaltungen fanden auch in den letzten beiden Jahren statt.
Nicht zu vergessen das Zeltspektakel, eine echte Winterbacher Erfolgsgeschichte und ein großes Aushängeschild für unseren Ort, welches wir ebenfalls sehr gerne unterstützen.
Für den Fall dass Sie es noch nicht wissen, auch im nächsten Jahr wird es wieder auf dem Gelände von Peter Hahn ein Zeltspektakel geben.
Ich freue mich schon sehr darauf und ich bin gespannt, welche Künstler die Verantwortlichen im Jahr der Gartenschau aus dem Hut ziehen werden.
Aber auch kleinere Feste im Rahmen der Pflege des Brauchtums wie z.B. die Feier der Osterlärche, der Maifeier, das Käsfest oder auch das Johannifeuer liegen uns am Herzen, so dass wir insgesamt an dieser kulturellen Vielfältigkeit auch in Zukunft festhalten wollen und die Vereine bei der Ausrichtung dieser für Winterbach so wichtigen Veranstaltungen weiterhin tatkräftig unterstützen werden.
Denn wenn man ehrlich ist, dann sind es doch auch gerade diese Feste und kulturellen Besonderheiten, die unseren Ort so einzigartig machen.
Diesen wertvollen Schatz der Einwohnerinnen und Einwohner, der Vereine, Kirchen und Organisationen, die unser Gemeindeleben so sehr bereichern, gilt es zu hüten und zu bewahren. 
 
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
mit dem kommunalen Rückblick und dem Rechenschaftsbericht der Jahre 2016 und 2017 wäre ich nun fertig und würde gleich weiterspringen zum kommunalen Ausblick und weiteren Zukunftsthemen.
 
Ein Drittel des heutigen Abends wäre somit geschafft und wenn ich so auf die Uhr schaue, liegen wir genau richtig in der Zeit, so dass wir gegen 23 Uhr dann auch zum Stehempfang überleiten können.
 
Auch in den nächsten Jahren wird sich Winterbach durch verschiedenste Projekte, Baumaßnahmen und Erstellung von Konzepten mit umfassender Bürgerbeteiligung im positiven Sinne weiterentwickeln.
 
Wie bereits angesprochen wird Winterbach durch die vielen tollen Gartenschauprojekte an vielen Stellen nachhaltig davon profitieren.
In diesem Jahr werden die Projekte Remszugang und Spielplatz am Gleisdorfer Platz, die Remsrenaturierung  sowie die weiße Station umgesetzt und werden als nachhaltige Daueranlagen zusammen mit dem bereits fertig erstellten Informationszentrum für Streuobst bestehen bleiben und unseren Ort bedeutend aufwerten.
Auch von den vielen Mitmachprojekten wird das eine oder andere auch dauerhaft bestehen bleiben.
Der Verwaltung und dem Gemeinderat ist es wichtig, dass die für die Gartenschau eingesetzten Finanzmittel vor allem nachhaltig eingesetzt werden.
Dass dies so ist, konnte ich Ihnen heute Abend hoffentlich an vielen Stellen bereits umfassend darlegen.
Zu einer erfolgreichen Gartenschau gehören aber auch rauschende Fest und tolle Veranstaltungen, so dass man auch noch Jahre später mit tollen Erinnerungen darauf zurückblicken kann.
Wie bereits erwähnt arbeiten wir gerade mit Hochdruck daran, die Veranstaltungen für das nächste Jahr zu planen und erstellen parallel einen durchgängigen Veranstaltungskalender, damit immer was los sein wird in Winterbach.
Heimatabend und Street-Art-Festival am Highlight-Wochenende aber auch das Zeltspektakel der Kultis machen schon heute Lust auf unendlich attraktive Veranstaltungen im nächsten Jahr.
 
Neben der derzeit stattfindenden Sanierung der 400 Meter Laufbahn und der Sanierung der Taubenstraße und des Amsel- und des Drosselwegs gibt es derzeit noch eine weitere Baustelle in Winterbach, über die wir wahrscheinlich alle froh sind, dass es sie endlich gibt und der Bau in den nächsten Monaten beginnen kann.
Ich rede natürlich vom Abbruch des ehemaligen Traub Areals und dem Bau des neuen Netto Markts.
Wenn alles klappt, werden wir in der Gemeinderatssitzung im Mai den Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan fassen, so dass bei optimaler Zeitschiene im Herbst mit dem Bau begonnen werden kann und Fertigstellung bzw. Eröffnung noch vor Beginn der Gartenschau erfolgt.
Wenn ich an die Zeit meines Wahlkampfes zurück blicke, haben sehr viele Bürgerinnen und Bürger den Wunsch geäußert, dass es endlich los gehen soll mit dem Neubau des Netto-Markts.
Es freut mich sehr, dass wir Ihnen allen diesen Wunsch nun endlich erfüllen können.
Ein weiter Wunsch der Bürgerschaft war es, dass es wieder einen Drogeriemarkt in Winterbach geben soll.
Getreu dem Motto „Ihr Wunsch ist uns Befehl“ haben wir im letzten Jahr viele Anstrengungen unternommen, damit wir Ihnen auch diesen Wunsch erfüllen können.
 
Es freut mich außerordentlich Ihnen heute Abend verkünden zu dürfen, dass in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Netto-Markt auch ein Rossmann-Drogeriemarkt entstehen wird.
Mit 1.000 Quadratmeter Verkaufsfläche beim Netto-Markt und rund 700 Quadratmeter Verkaufsfläche beim Rossmann Drogeriemarkt erfährt unsere Ortsmitte mit den neuen Fachmärkten nochmals eine bedeutende Aufwertung.
Ich bin der festen Überzeugung, dass der gesamte Einzelhandel durch die beiden Märkte nachhaltig profitieren wird.
 
Die Projekte Neubau- und Umbau Pflegeheim sowie Sozialer Wohnungsbau liegen nun in der Verantwortung der Arbeiterwohlfahrt bzw. der Kreisbaugesellschaft.
Bei beiden Projekten stellt die Gemeinde die Grundstücke in Rahmen von Erbbaurechtsverträgen zur Verfügung und hat sich somit wichtige Möglichkeiten der Einflussnahme gesichert, ohne an den Kosten der Baumaßnahmen beteiligt zu sein.
Der Neubau des Pflegeheims konnte im November 2017 fertig gestellt und bezogen werden, so dass nun der Altbau saniert werden kann. Diese Fertigstellung ist für Februar/März 2019 geplant. Insgesamt stehen dann 96 Zimmer darunter 4 Doppelzimmer und 92 Einzelzimmer modernster Gattung zur Verfügung.
 
Beim Abriss und Neubau der Häuser in der Remsstraße im Zuge des sozialen Wohnungsbaus wird noch etwas Zeit ins Land gehen, bis der Bebauungsplan geändert wird und somit auch die Baumaßnahme beginnen kann.
Wir gehen derzeit davon aus, dass mit der Baumaßnahme im Sommer 2019 begonnen werden kann.
 
Nach Fertigstellung stehen dann 27 geförderte Wohnungen zu einem um 33 Prozent reduzierten Mietpreis für die Bürgerinnen und Bürger Winterbachs, die im Besitz eines Wohnberechtigungsscheins sind, zur Verfügung.
Da der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum auch in den nächsten Jahren groß sein wird, wird das Thema Sozialer Wohnungsbau für Winterbach in Zukunft ein Dauerthema sein.
 
Ebenfalls ein Dauerthema ist die Entwicklung und Schaffung von Bauland.
Der Bebauungsplan im Sandweg im Ortsteil Engelberg konnte im März 2018 endlich verabschiedet werden und es kann nun endlich an die Schaffung der Bauplätze rangegangen werden.
Da die meisten Bauplätze aufgrund der Baulandumlegung in Privatbesitz fallen, wird die  Gemeinde lediglich zwei Bauplätze wahrscheinlich im Herbst zum Verkauf anbieten können.
Bevor nun mein Bauamt mit Anrufen bombardiert wird, möchte ich darauf hinweisen, dass wir diese Bauplätze im Mitteilungsblatt und auf der Homepage ausschreiben werden und sich interessierte Bürgerinnen und Bürger darauf dann bewerben können.
Weitere Baugebiete und Bauplätze sind in der Planung.
Die Dringlichkeit dieser Aufgabe ist uns sehr bewusst, aufgrund der langen Vorlaufzeit und Restriktionen wie Hochwasser- oder Naturschutz sowie der notwendigen Umlegungsverfahren und Tiefbaumaßnahmen werden wir aber wahrscheinlich vor 2021 keine neuen Bauplätze zum Verkauf anbieten können.
Leider, denn das habe ich mir in meiner Anfangseuphorie als neuer Bürgermeister auch anders vorgestellt und ich habe mich zwischenzeitlich eines Besseren belehren lassen müssen.
 
Ich habe des Weiteren lernen müssen, dass das für Winterbach so wichtige Thema der verkehrlichen Entlastung und Optimierung nicht vor Herbst 2019 angegangen werden kann.
Es macht nur Sinn, ein Verkehrskonzept ganzheitlich, also nicht nur die Straßenwege für PKW-Verkehr zu beleuchten, sondern auch Fahrrad- und Fußgängerwege mit aufzunehmen und das Gesamtkonzept mit einer breit angelegten Bürgerbeteiligung durchzuführen.
Aufgrund des Großprojekts der Remstal Gartenschau fehlen einfach die personellen Ressourcen auf dem Rathaus zur Durchführung und Begleitung des Verkehrskonzepts.
Weiter ist auch die vielfach interessierte und engagierte Bürgerschaft im Ehrenamt gerade sehr gut eingebunden. Zusätzliche Kapazitäten für Bürgerbeteiligungsprojekte sehen wir erst wieder nach der Remstal Gartenschau.
 
Auch die Versorgung der Bevölkerung mit schnellstem Internet, also bis 1000 Megabyte bzw. 1 Gigabit, ist eine Zukunftsaufgabe und gehört meiner Ansicht nach mittlerweile zur Daseinsvorsorge.
Um in diesem Bereich auch zukünftig gut aufgestellt und wettbewerbsfähig sein zu können, ist die Umstellung auf ein flächendeckendes Glasfasernetz bis in jedes Haus hinein mittelfristig für Winterbach unabdingbar.
Ziel soll sein, dass bis in zehn Jahren jeder Haushalt mit Glasfaser versorgt ist. Nach ersten Erhebungen liegen die Kosten hierfür zwischen 13 und 15 Millionen Euro, inklusive der Hausanschlüsse.
Da wir gerade erst am Anfang bei diesem Projekt stehen, werden wir in zwei Jahren bei der nächsten Bürgerversammlung hierzu sicherlich mehr sagen können.
 
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie sehen, uns allen wird auch in Zukunft nicht langweilig werden, da es noch zahlreiche Projekte gibt, die es zu realisieren gilt.
 
Das in Winterbach Erreichte zu bewahren und Neues zu gestalten sollte hierbei unser aller Ziel und auch Herausforderung sein.
Dies geht aber nicht im Alleingang, sondern nur in Zusammenarbeit mit Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger.
Nur ein Gemeinwesen,  das von seinen Mitgliedern getragen wird, ist auf Dauer attraktiv und überlebensfähig.
Ich möchte Sie daher ausdrücklich ermuntern, zeigen Sie weiterhin Bereitschaft, sich in Winterbach mit einzubringen.
Denn gerade im Mikrokosmos einer Gemeinde wird es einem sehr schnell bewusst, dass keiner für sich allein lebt und man nur in der Gemeinschaft stark ist und großartiges erreichen kann.
 
Eingangs habe ich von der Reise des „Gemeindeschiffes“ gesprochen.
Ich hoffe Sie konnten meinen Ausführungen der letzten Stunde entnehmen, dass Kommunalpolitik sehr vielfältig und spannend ist und wir alle, die in diesem Schiff sitzen und Verantwortung übernehmen, tagtäglich verschiedensten Wetterlagen ausgesetzt sind.
Kurs zu halten sowie gut und sicher zu navigieren bedarf daher dauerhafter großer Anstrengung.
 
Ich  hoffe, dass Gemeinderat, Gemeindeverwaltung und auch ich in den letzten zwei Jahren stets zu Ihrer vollsten Zufriedenheit gearbeitet haben und wir Kurs halten konnten.  
 
Insbesondere bei den Mitgliedern des Gemeinderats und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rathauses möchte ich mich ganz herzlich für die sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit der letzten zwei Jahre bedanken.
Ich freue mich sehr, weiterhin mit Ihnen zusammen die Geschicke Winterbachs leiten zu dürfen.
 
Abschließend möchte ich mich natürlich noch ganz herzlich bei allen Vereinen, Kirchen und Organisationen für ihre Unterstützung und Bereicherung unseres Gemeindelebens bedanken.
Ohne Sie wäre Winterbach nicht die Lebens- und liebenswerte Gemeinde die sie ist.
 
Bevor ich es nachher vergesse bzw. untergeht, möchte ich einen herausragenden Dank an die Personen aussprechen, die im Vorfeld und auch heute Abend erheblich dazu beigetragen haben bzw. noch beitragen werden, damit so eine Groß-Veranstaltung überhaupt gut gelingt.
Dies wären der Bauhof, die Hausmeister, das Hauptamt, Bauamt und die Kämmerei, meine rechte Hand Frau Steiner, der Musikverein Trachtenkappelle und die Turnabteilung des VfL Winterbachs für die Bewirtung und Verköstigung.
Ich bitte um einen donnernden Applaus.
 
Damit bin ich mit meinen Ausführungen am Ende angelangt.
 
Ich darf nun die Vertreter der Remstal-Gartenschau Projektgruppen ganz herzlich begrüßen, die ihre Mitmach-Projekte nun präsentieren werden. Als erstes präsentiert sich der Winterbacher Mitmach-Garten.

Bürgerversammlung am Fr., 20.04.2018, 19.00 Uhr, Lehenbachhalle
Rede für Ehrungen Bürgermedaille + Landesehrennadel

 
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,
verehrte Gäste,
 
das Ehrenamt der Winterbacher Bürgerschaft bzw. Einwohnerschaft stellt traditionell eine „geballte Kraft“ dar.
Diese Kraft habe ich in den letzten zwei Jahren erstmals hautnah miterleben dürfen und sie hat mich außerordentlich beeindruckt.
Sie hat gezeigt, wozu gemeinschaftliches Wirken in der Lage ist und was es imstande ist zu leisten.
Darüber bin ich bzw. sind wir alle sehr froh und dankbar.
Das sage ich voller Stolz angesichts der vielfältigen Einsätze, Projekte und Aktivitäten, die unser Gemeinwesen bereichern.
Und diese „geballte Kraft“ hat sich heute hier natürlich eingefunden und einzelne von Ihnen erfahren sogleich eine gebührende Würdigung.
Wir alle haben Ihnen, liebe Frau Renate Schrade, liebe Frau Marianne Frese, lieber Herr Joachim Bürk, lieber Herr Ernst-Heinrich Göckeler, lieber Herr Peter Hamann und lieber Herr Ulrich Wallkamm für Ihren vorbildlichen bürgerschaftlichen Einsatz viel zu verdanken.
 
Daher freue ich mich ganz besonders darüber, dass Sie der Einladung zur heutigen Würdigung ihres ehrenamtlichen Engagements gefolgt sind.
Sie haben mit Ihren besonderen Leistungen in kulturellen, politischen, gesellschaftlichen, sozialen oder wirtschaftlichen Bereichen der Gemeinde Winterbach außergewöhnliche Dienste erwiesen.
Folgerichtig hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 28. November 2017 einstimmig beschlossen, Sie bei der heutigen Bürgerversammlung entsprechend den Winterbacher Traditionen gebührend zu würdigen.
 
Der Gemeinderat hat in dieser Sitzung ebenfalls beschlossen, Frau Elke Stiller für ihre besonderen Dienste  und ihr ehrenamtliches Engagement um die Arbeit bei den Freunden des Winterbacher Kulturrings mit der Bürgermedaille auszuzeichnen.
Sie konnte heute Abend leider nicht zur Verleihung kommen.
Wir werden die Auszeichnung daher zu einem späteren Zeitpunkt ihrem Wunsch entsprechend in einem kleinen feierlichen Rahmen im Rathaus nachholen.
 
 
So, nun fangen wir aber an mit der Verleihung der Bürgermedaillen und ich darf
 
Frau Renate Schrade

daher sehr herzlich zu mir bitten.
 
Sie, liebe Frau Schrade, sind von der ersten Minute an beim internationalen Sprachcafé mit dabei, das immer am Donnerstagvormittag (außer in den Schulferien) im Alten Rathaus stattfindet.
Sie haben dieses Angebot, welches im Jahr 2006 aus dem Agenda-Arbeitskreis „Kultur und Gesellschaft“ entstanden ist, sozusagen ins Winterbacher Leben gerufen.
Das Sprachcafé ist ein Treffpunkt für Frauen aller Nationalitäten.
Es hat von Jahr zu Jahr immer mehr an Bedeutung und Interesse gewonnen.
Sie helfen damit den ausländischen Mitbürgerinnen in harmonischer Atmosphäre bei Kaffee und Tee, die deutsche Sprache zu erlernen, sich in Winterbach zu integrieren sowie Bekannt- und Freundschaften schließen zu können.
Sie leisten daher einen sehr großen und wichtigen Beitrag bei der Integration von Menschen in unserer Gemeinde.
Vielen herzlichen Dank dafür, dass Sie sich für diese Frauen seit nunmehr 12 Jahren so stark und nachhaltig engagieren und Ihnen helfen, sich in Winterbach wohlzufühlen.
Ich möchte Sie daher heute mit der Bürgermedaille der Gemeinde Winterbach auszeichnen.


Als Nächstes möchte ich gerne
 
Frau Marianne Frese
 
sehr herzlich zu mir bitten.
 
Sie, liebe Frau Frese, sind bereits seit 1983 in leitender Funktion beim „Lädle“ der Nachbarschaftshilfe Winterbach e.V.  tätig und haben 2006 die Gesamtleitung des „Lädles“ übernommen.
Ich habe mir sagen lassen, dass Sie schon von Beginn an immer sehr engagiert und tatkräftig mitgearbeitet haben.
Zudem sitzen Sie im Vorstand der Nachbarschaftshilfe und leisten auch hierbei einen wichtigen und äußerst engagierten Beitrag.
 
Das „Lädle“ kommt den Bevölkerungsteilen besonders zu Gute, die für Kleidung nicht so viel Geld zur Verfügung haben und deshalb auf „Ihren“ Secondhand Laden angewiesen sind.
Darüber hinaus ist das „Lädle“ ein Treffpunkt für unsere ausländischen Mitbürger, die bei Ihnen auch Unterstützung in vielen Lebenslagen erhalten können.
Vor allem sind Sie nun auch schon über 35 Jahre für die Nachbarschaftshilfe tätig und unterstützen diesen Verein sehr tatkräftig.
Damit engagieren Sie sich insgesamt betrachtet sehr für soziale Belange unserer hilfebedürftigen Einwohnerinnen und Einwohner, wofür ich Ihnen sehr herzlich danken möchte.
Ich finde, das ist Grund genug, Ihr äußerst vorbildliches und engagiertes Engagement zu honorieren und zu würdigen.
Auch Ihnen möchte ich daher gerne die Bürgermedaille mit vielfachem Dank der Gemeinde Winterbach überreichen.


Des Weiteren würde ich gerne
 
Herrn Joachim Bürk
 
zu mir nach vorne bitten.
 
Sehr geehrter Herr Bürk, Sie waren von 1979 bis 1995 Vorsitzender der Jungen Union Winterbach und wurden aufgrund Ihrer Verdienste in diesem Amt zum Ehrenmitglied ernannt.
Bereits seit 1997 sind Sie Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Winterbach.
Hinzu kommt, dass Sie von 2004 – 2005 und von 2011-2014 Mitglied im Winterbacher Gemeinderat waren.
In dieser Zeit waren Sie u.a. als Fraktionsvorsitzender im Ältestenrat und im Bauausschuss tätig und wirkten an wichtigen und wegweisenden Entscheidungen wie z.B. der Ortskernsanierung und im Energiebereich mit.
Zudem möchte ich erwähnen, dass Sie seit mehreren Jahren für die CDU im Rahmen des Sommerferienprogramms der Gemeinde Winterbach, die bei den Kindern sehr beliebte Oldtimerausfahrt organisieren und sogar selbst durchführen.
Ferner waren Sie 10 Jahre als Jugendschöffe am Amtsgericht Waiblingen ehrenamtlich tätig.
Sie leisten damit im gesellschaftlichen und politischen Bereich außergewöhnliche Dienste für die Gemeinde Winterbach, für die wir Ihnen sehr herzlich danken möchten.
Ich freue mich sehr auch Sie mit der Bürgermedaille der Gemeinde Winterbach heute Abend würdigen zu können.

 
Nun möchte ich sehr gerne

Herrn Ernst-Heinrich Göckeler
 
zu mir bitten.
Auch Sie leisten ganz besondere Dienste für unsere Gemeinde - im Besonderen bei unserem größten Verein hier, beim VfL Winterbach- in welchem Sie insgesamt 20 Jahre Vorsitzender waren.
Von 1994 – 2009 waren Sie auch Abteilungsleiter der Ringer und haben den Trainer C-Schein im Ringen inne.
Ferner sind Sie Funktionär im Württ. Ringerbund und des Ringerbundesligisten KV Untertürkheim und sind zudem noch Bundesligatrainer der Ringer des KV Untertürkheim.
Diese Ämter zeugen von sehr hohem ehrenamtlichen Engagement und Geschick.
Sie erhielten hierfür bereits die silberne und goldene Vereinsnadel, sind Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzender des VfL Winterbach.
Vom Sportkreis bekamen Sie die Ehrung in Gold und in Diamant.
Zudem erhielten Sie im Jahr 2010 die Ehrennadel des Landes Ba-Wü.
Diese Auszeichnungen haben Sie nicht „umsonst“ bekommen und zeigt uns allen, dass Sie besonders außerordentliche  Dienste für den Sportverein leisten.
Sie haben auch als Trainer und im Umgang mit den Mitgliedern stets ein gutes Gespür und Händchen bewiesen.
Ich freu mich daher sehr, eine solch „geballte Kraft“ für Winterbach und seine Sportlerinnen und Sportler zu haben.
Herzlichen Dank für Ihre Arbeit und Ihr außerordentliches Engagement.
Völlig verdient möchten wir auch Sie heute Abend mit der Bürgermedaille ehren und damit unseren Dank ausdrücken.
 

Als nächstes darf ich sehr gerne
 
Herrn Peter Hamann
 
zu mir nach vorne bitten.
 
Sie, lieber Herr Hamann, haben sich auf eine ganz besondere Art und Weise für unsere Gemeinde verdient gemacht und zwar für den Umweltschutz.
In unserer Agendagruppe „Natur und Umwelt“ sind Sie sehr rührig unterwegs und Sie haben sich maßgeblich u.a. bei der Analyse des Radwegnetzes, beim Winterbacher Wassertag, beim Schurwaldbus und bei der Agrogentechnik mit vielen gut besuchten Veranstaltungen und Vorträgen eingesetzt und mit Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu tollen Ergebnissen für Winterbach beigetragen.
 
Zudem bringen Sie sich ganz aktuell bei der Remstal Gartenschau sowie auch im Arbeitskreis „Ankommen“ ein und unterstützen die Gemeinde hierbei sehr stark bei der Integration der geflüchteten Menschen.
Ein ganz besonderes Anliegen ist Ihnen die Fahrradwerkstatt, für die Sie auch die Leitung übernommen haben.
Ebenso waren Sie sehr engagiert dabei, die Winterbacher Flüchtlinge in den Ort, z.B. bei der Gemeinschaftsarbeit einzubeziehen.
Sie haben viele tolle Ideen und das hat sich in den letzten Jahren für unsere Gemeinde enorm ausbezahlt, was sich natürlich nicht in Geld aufwiegen lässt.
Lieber Herr Hamann, für all Ihre tollen Ideen und Ihr außerordentliches Engagement, welches Sie für Winterbach leisten, möchte ich Ihnen ebenfalls sehr herzlich danken und Sie mit der Bürgermedaille auszeichnen.
 

Wir kommen nun zu unserer letzten Ehrung für heute.
Wir verlassen das Feld der Bürgermedaille und kommen zur Verleihung der Landesehrennadel von Baden-Württemberg.
Diese Auszeichnung erhalten Bürgerinnen und Bürger des Landes, die sich durch eine mindestens 15 Jahre dauernde, ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen und Organisationen mit kulturellen, sportlichen oder sozialen Zielen, oder in vergleichbarer Weise um die Gemeinschaft besonders verdient gemacht haben.
Da wir auch eine solch „geballte Kraft“ in Winterbach haben, darf ich sehr gerne
 
Herrn Ulrich Wallkamm
zu mir bitten.
 
Sie, lieber Herr Wallkamm, sind nicht nur unser Urgestein und wandelndes Archiv in der Gemeindeverwaltung, sondern auch seit 1983 in der Nachbarschaftshilfe tätig.
Von Beginn an bis zum Jahre 2003 haben Sie den Verein als Verantwortlicher für die Finanzen unterstützt.
Seit 2003 sind Sie Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe und bieten zusammen mit Ihren Mitgliedern unseren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern u.a. die Möglichkeit, umfangreiche Hilfe und Pflege im Haus, ehrenamtliche Pflegeberatungen sowie auch Besuchsdienste im Winterbacher Pflegeheim in Anspruch nehmen zu können.
Besonders beliebt sind auch die Seniorennachmittage (Kaffee-Kelter-Kultur) im Bürgerhaus Kelter, bei welchen ich auch schon des Öfteren Gast sein durfte.
Eine weitere und wichtige Einrichtung ist das Winterbacher Lädle, welches die Nachbarschaftshilfe aufrecht erhält.
Ebenso zeigen Sie große Initiative bei der Anschaffung von Fahrzeugen zum Transport von Hilfebedürftigen für Arztbesuche, Krankenhausausfahrten u.v.m.
Hierfür organisieren und werben Sie regelmäßig Spenden ein.
Des Weiteren organisieren Sie Fahrdienste für Demenzkranke, sind federführend bei diversen Verhandlungen und Abschlüssen von Verträgen mit der Diakoniestation dabei, übernehmen die Personalverantwortung für ca. 40 Helferinnen
und Sie sind Mitglied des Vereins für Diakonie und Seelsorge der ev. Kirche als Vertreter der Nachbarschaftshilfe
 
Zudem waren Sie auch beim VfL Winterbach ehrenamtlich tätig und haben dort die Aufgaben von 1991 – 1997 als Kassier, von 1997- 2001 als Abteilungsleiter und von 2003-2008 als Kassenprüfer der Abteilung Ski und Snowboard übernommen.
Sie haben die Ausfahrten organisiert und waren im Ski- und Snowboardtraining sowie Skigymnastik-Training engagiert.
 
Mit diesen eben erwähnten vielen immensen Arbeiten leisten Sie ebenfalls einen maßgeblichen Beitrag für die sozialen, aber auch sportlichen Belange der Gemeinde Winterbach.
Die Gemeinde Winterbach sowie auch das Land Baden-Württemberg möchten Ihnen für diese Verdienste sehr herzlich danken und verleihen Ihnen daher verdienterweise die Landesehrennadel von Baden-Württemberg.