Gemeinde Winterbach

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Die Wildschweine waren da!

Engerlinge, Würmer und Schnecken sind eine Delikatesse für Wildschweine (Schwarzkittel oder Schwarzwild). Sie befinden sich im Erdreich und die Schwarzkittel müssen tief mit ihrem Rüssel graben, um an die leckeren Würmer heranzukommen. Da kommt die jetzige Jahreszeit gerade recht. Durch die Feuchtigkeit ist der Boden gelockert und das Schwarzwild hat leichtes Spiel. Nach einem schmackhaften Snack zieht das Schwarzwild weiter. Die Wiesen sind umgegraben und sehen aus wie „Kraut und Rüben“. So können die Wiesen nicht gemäht und bewirtschaftet werden. Doch wer ist für den Schaden, den die possierlichen Tierchen verursacht haben, verantwortlich? Der Jäger, der Eigentümer, der Pächter, der Landwirt?

Grundsätzlich gilt, dass erst einmal festgestellt werden muss, ob es sich um Wildschadensersatzpflicht durch den Jäger handelt. Dies erklären die §§ 53 und 54 des Jagd- und Wildtiermanagementgesetztes (JWMG). Demnach muss Schaden durch z. B. Schwarzwild nur dann ersetzt werden, wenn eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung erfolgt ist. D.h. ein – bis dreimal pro Jahr gemäht wurde, und das Mähgut abgefahren wurde. Das komplette Obst (auch fauliges Obst z.B. Äpfel) aufgelesen und nichts auf dem Stückle zurückgelassen wurde. Weitere Erklärungen zu diesem Thema können dem Film des Landesjagdverbandes unter:

https://www.landesjagdverband.de/aktuelles/detail/artikel/ljv-video-wildschaeden-an-streuobstwiesen/a/show/
entnommen werden.

Wer die Schäden beheben möchte, benötigt dafür Werkzeug und Maschinen. Um die Pflege der Streuobstwiesen zu erleichtern, hat die Gemeinde Winterbach ein Einebnungsgerät (Wiesenhobel) angeschafft. Dieses kann für 35 Euro pro Tag ausgeliehen werden.

Weitere Infos zum Ablauf und Umgang mit dem „Wiesenhobel“ gibt’s bei unserem Ansprechpartner Andreas Schahl, erreichbar unter 01601516827 oder per E-Mail an andischahl(@)gmail.com.