Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen Überblick, wie im Krisenfall die Warnung der Bevölkerung erfolgt.
Bei funktionierender Stromversorgung erfolgen die Warnungen über Medien wie Radio und Fernsehen sowie das Internet und Apps wie z.B. NINA
Ohne funktionierende Stromversorgung können Warnungen über stromunabhängige Radiogeräte (z.B. batterie- oder solarbetrieben) emfangen werden. Zudem informieren die Rettungskräfte und die Gemeinde über (mobile) Lautsprecherdurchsagen sowie Aushänge und an den Anlaufstellen der Gemeinde (Rathaus, Lehenbachhalle).
Sirenen
In der Gemeinde Winterbach ist eine Sirenenwarnung der Bevölkerung möglich durch die fünf Sirenen am Feuerwehrgerätehaus, an der Lehenbachschule, am Regenüberlaufbecken in der Mühlstraße, in Engelberg und am Wasserturm in Manolzweiler.
Die Warnung der Bevölkerung und die Entwarnung erfolgt mittels folgender Warnsignale:
Warnung bei Gefahr:
Einminütiger Heulton (auf- und abschwellend): Es besteht eine Gefahr. Informieren Sie sich.
Entwarnung:
Durchgehender einminütiger Dauerton: Die Gefahr besteht nicht mehr.
Warn-Apps
Über kostenlose Warn-Apps wie z.B. die kostenlose Warn-App „NINA“ des Bundes erhalten Sie aktuelle Informationen, ortsbasierte Warnungen und konkrete Handlungsempfehlungen zu Gefahrenlagen wie beispielsweise Hochwasser, Unwetter, Großbrände und viele mehr.
Die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) ist eine Anwendung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), die via Push-Benachrichtigung vor Gefahren innerhalb Deutschlands warnt. Die App ist für Android sowie iOS verfügbar, es ist keine persönliche Anmeldung zur Nutzung erforderlich.
Die App warnt für den aktuellen Standort oder für konfigurierbare Orte wie Landkreise oder einzelne Gemeinden und ist eine wertvolle Ergänzung zu Sirenen, Radio und Fernsehen.
Gut zu wissen: Die Notfalltipps in der App sind auch ohne Internetverbindung abrufbar (Offline-Modus), d.h. sie können auch im Falle eines Stromausfalls abgerufen werden.
Cell-Broadcast
Das Cell Broadcast ist ein in Deutschland seit 2023 aktiver Warndienst, der Gefahrenmeldungen als Push-Nachricht an Mobiltelefone in bestimmten Funkzellen sendet. Es funktioniert ohne Internetverbindung und ist kostenlos. Fast alle in Deutschland genutzten Handys können diese Nachrichten empfangen.
Die Warnnachrichten werden direkt aufs Handy geschickt, ohne dass man sich dafür anmelden oder eine spezielle App herunterladen muss. Die Nachrichten gehen über die Mobilfunkbetreiber automatisch an alle Handys, die zu dem Zeitpunkt der Warnung in einem bestimmten Abschnitt des Mobilfunknetzes, einer Funkzelle (Cell), angemeldet sind.
Radio und Fernsehen
Informationen können im Katastrophenfall auch über Medien wie Radio und Fernseher verbreitet werden.
Für den Fall eines länger anhaltenden, großflächigen Stromausfalls ("Blackout") empfiehlt es sich, ein nicht stromabhängiges (wie z.B. ein batteriebetriebenes Radio) in jedem Haushalt zu haben.
Bundesweiter Warntag - Probewarnung für die Sicherheit
Bund und Länder erproben seit 2020 einmal im Jahr die Warnung der Bevölkerung. Dann wird im ganzen Land zeitgleich ein Probealarm ausgelöst, um die Bevölkerung mit den Warnsystemen vertraut zu machen.
Der Bundesweite Warntag als gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen findet jährlich am zweiten Donnerstag im September und somit in diesem Jahr am 10. September 2026 statt.
An diesem Tag wird um 11 Uhr eine Probewarnung ausgelöst, um ca. 11:45 Uhr folgt eine Entwarnung über alle Warnmittel und Endgeräte (wie Fernsehen, Radio und Smartphones), über welche zuvor die Warnung versendet wurde. Zudem wird es im Rahmen des Warntages in der Gemeinde Winterbach eine Sirenenwarnung geben.
Die zentrale Probewarnung um 11.00 Uhr wird verbreitet in Form eines Warntextes über alle am Modularen Warnsystem (kurz: MoWaS) des Bundes angeschlossene Warnmultiplikatoren (z. B. Rundfunksender und App-Server). Die Warnung erfolgt zeitversetzt an Warnmittel wie Fernseher, Radios und Smartphones, dort können Sie die Warnung dann lesen und/oder hören. Über das sogenannte Cell Broadcast wird eine Warnnachricht direkt aufs Handy geschickt, ohne dass man sich dafür anmelden oder eine spezielle App herunterladen muss. Die Nachricht geht dabei über die Mobilfunkbetreiber an alle Handys, die in einem bestimmten Abschnitt des Mobilfunknetzes, einer Funkzelle (Cell), angemeldet sind.
Gegen 11:45 Uhr erfolgt eine Entwarnung über dieselben Kanäle und Endgeräte, an welche zuvor die Probewarnung versendet wurde. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Der Warnkanal Cell Broadcast, über den in Deutschland erst seit kurzem Warnungen verschickt werden, sendet keine Entwarnung. Die Mobilfunknetzbetreiber arbeiten daran, auch diese Funktion in Zukunft bereitzustellen.
Der bundesweite Warntag dient dem Ziel, die Menschen in Deutschland über die Warnung der Bevölkerung zu informieren und sie damit für Warnungen zu sensibilisieren.
Durch die Vielzahl und Vielfalt der Warnmittel wird sichergestellt, dass eine Warnung möglichst viele Menschen erreicht. Im Rahmen des Warntags werden die technischen Abläufe im Fall einer Warnung und auch die Warnmittel selbst regelmäßig auf ihre Funktion und auf mögliche Schwachstellen hin überprüft. Im Nachgang werden gegebenenfalls Verbesserungen vorgenommen und so das System der Bevölkerungswarnung sicherer gemacht.
Weitere Informationen zum Warntag finden Sie unter: www.bbk.bund.de/bundesweiter-warntag


