Oberste Regel bei Sturm, Gewitter und Hagel: Zuhause bleiben
Herabstürzende Äste oder Dachziegel, umherfliegende Gegenstände - bei einem schweren Sturm sind Sie im Freien vielen Gefahren ausgesetzt. Versuchen Sie daher Ihr Zuhause nur in Notfällen zu verlassen.
Achten Sie auf Amtliche Warnungen und den Warnlagebericht für Baden-Württemberg des Deutschen Wetterdienstes:
https://www.wettergefahren.de/warnungen/warnsituation.html
Treffen Sie zuhause weitere Vorkehrungen, um sich zu schützen:
- Schließen Sie bei Hagel und Wirbelstürmen die Fenster, Roll- oder Fensterläden und halten Sie sich von ungeschützten Öffnungen fern.
- Wenn noch ausreichend Zeit ist, sichern Sie draußen bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel oder Fahrräder.
- Suchen Sie innen liegende Räume im Erdgeschoß auf. Meiden Sie jedoch Kellerräume, da diese sehr schnell von Wasser geflutet und zu lebensbedrohlichen Fallen werden können.
- Nehmen Sie empfindliche Geräte vom Netz oder verwenden Sie einen Überspannungsschutz (im Handel erhältlich).
Trotz aller Vorsicht kann es vorkommen, dass Sie von einem Unwetter überrascht werden, wenn Sie gerade nicht zuhause sind.
So können Sie sich im Freien schützen:
- Meiden Sie ungeschützte Orte, an denen Sie von Hagel oder von vom Sturm mitgerissenen Gegenständen getroffen werden könnten.
- Suchen Sie Schutz in einem Gebäude und meiden Sie bei starken Stürmen Hallen mit großen Deckenspannweiten.
- Bei schwerem Hagel legen Sie sich, wenn es nirgendwo Schutz gibt, mit dem Gesicht auf den Boden und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen.
- Suchen Sie bei Gewitter Schutz in einem Gebäude. Wenn kein schützendes Gebäude in Sicht ist, gehen Sie mit eng zusammen stehenden Füßen, möglichst in einer Mulde, in die Hocke.
- Meiden Sie bei Gewitter offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme, Masten, Antennen und lehnen Sie sich nicht an Zäune.
- Halten Sie bei Gewitter zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern ein.
- Vermeiden Sie bei Gewitter die Berührung von Gegenstände mit Metallteilen wie Regenschirme und Fahrräder.
Im Auto sind Sie bei Gewitter sicher. Bleiben Sie also im Fahrzeug, aber berühren Sie keine blanken Metallteile.
Denken Sie auch an Ihre Haus- oder Nutztiere. Tiere werden durch Unwetter stark verängstigt. Versuchen Sie, Ihre Tiere zu beruhigen und achten Sie darauf, dass sie geschütze Bereiche wie Wohnung oder Stall nicht verlassen können.
Treffen Sie Vorsorge für Sturm, Gewitter und Hagel
Informieren Sie sich regelmäßig über bestehende Warnmeldungen, beispielsweise auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Insbesondere schwere Stürme werden in der Regel bereits einige Tage im Voraus angekündigt. Auch über die Warnapp NINA erhalten Sie Warnmeldungen zu Unwetter.
Einige Vorkehrungen benötigen allerdings Vorlaufzeit und sollten daher bereits umgesetzt werden sollten, wenn noch keine Unwetterwarnung besteht:
- Ergreifen Sie bauliche Maßnahmen, die die Sicherheit Ihres Wohngebäudes bei einem Unwetter erhöhen, bzw. regen Sie solche bei Ihrer Hausverwaltung oder dem Vermieter an.
- Legen Sie sich einen Vorrat an Lebensmitteln und Getränken zu.
- Sorgen Sie für eine gut ausgestattete Hausapotheke, um unnötige Wege zur Apotheke bei einer Unwetterwarnung zu vermeiden.
- Bereiten Sie sich auf einen möglichen Stromausfall vor und sorgen Sie vor, indem Sie beispielsweise ein batteriebetriebenes Radio, Taschenlampen und Kerzen vorhalten.
- Sichern Sie wichtige Dokumente.
- Dokumentieren Sie Ihr Eigentum durch Fotos, falls es beim Unwetter zu Schäden kommt und Sie Ihre Versicherung in Anspruch nehmen möchten.
Bei einer Unwetterwarnung
...lautet die wichtigste Regel: Zuhause bleiben! Verschieben Sie daher Verabredungen oder Termine und nehmen Sie, falls möglich ist, Home-Office-Regelungen in Anspruch.
Versuchen Sie dringende Besorgungen zu erledigen, bevor das Unwetter beginnt und sichern Sie rechtzeitig bewegliche Gegenstände im Außenbereich, wie beispielsweise Fahrräder oder Gartenmöbel, gegen Sturmböen.
Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (Stand 01/2026)


